Digitale Bildung muss gebührenfrei sein

Schule und Bildung

Wer bezahlt das Schulbuch der Zukunft? Auch die Eltern? Alles unklar! Die Dorstener Zeitung weist zu Recht auf die seit dem Frühjahr bestehende Problematik hin. Das Land NRW unternimmt hier leider keine klaren Anläufe.

Die Dorstener SPD-Ratsfraktion bleibt bei ihrer Haltung, die sie im Übrigen schon vor der Corona-Krise eingenommen hat:

Die Schulkinder müssen über die Endgeräte verfügen können, die die Schulen in Abstimmung mit der Elternschaft ausgewählt haben. Die Stadt tritt nur als Beschaffungsstelle auf, z.B. bei Tablets. Es reicht nicht, dass Bedürftige sich keinesfalls an Kosten beteiligen müssen. Auch einer Leihgebühr für alle anderen stehen wir kritisch gegenüber. Welche bürokratischen Verfahren müsste man sonst wieder zwischenschalten?

„Ein Schub tritt nur ein, wenn man beherzt und mit einfachen Verfahren alle einbezieht und nicht erst Prüfschleifen und Verzögerungen in Kauf nimmt. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass schon irgendwie alles zu Hause lösbar ist. Beispiele aus ohnehin finanziell oder anderweitig gut aufgestellten Haushalten helfen der Mehrzahl der Eltern und Schulkinder nicht weiter.

Und wie bei den Schulbüchern gilt, dass man bei Verlust oder erheblicher Beschädigung einen Beitrag leisten muss“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Dirk Groß.

SPD-Fraktionschef Friedhelm Fragemann ergänzt abschließend: „Die SPD steht grundsätzlich für gebührenfreie Bildung, auch dann, wenn es um Digitalisierung geht!“

 
 

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