Heute ist "equal pay day". Durchschnittlich hätten Frauen in Vollzeitbeschäftigung vom 01.01.2012 bis heute arbeiten müssen, um das Gehalt zu erreichen, das ihre männlichen Kollegen schon zum Vorjahresende verdient hatten.
Ohne erkennbaren Grund ist es in Deutschland leider immer noch eine weit verbreitete Praxis, dass Frauen 22% weniger verdienen als Männer.
Echte Gleichstellung ist nur durch handfeste Gesetze zu erreichen. Schwarz-Gelb sperrt sich aber vehement dagegen und pocht weiterhin auf freiwillige Lösungen in der Wirtschaft.
Veith Lemmen, Landesvorsitzender der NRW Jusos erklärt zu diesem Thema:
„Wer für eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern kämpft, muss sich in diesen Tagen vorkommen wie im Film ,Und täglich grüßt das Murmeltier’. Laut neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen in Deutschland noch immer rund 22% weniger als Männer. Mit diesem Wert liegt Deutschland im europäischen Vergleich weiter auf einem der letzten Plätze. Ein trauriger und beschämender Wert für das Land, das sich gern als ,Lokomotive Europas’ verstehen möchte.
Außerdem ein Armutszeugnis für Schwarz-Gelb. Denn die Koalitionäre in Berlin wollen offenbar rein gar nichts an diesen Zuständen ändern. Sie lehnen ein Entgeltgleichheitsgesetz wie wir Jusos es fordern ab, sind gegen eine verbindliche Frauenquote und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn.
Das alles zeigt deutlich, dass es ohne wirksame gesetzliche Instrumente keine echte Gleichstellung geben kann. Die stagnierend schlechten Zahlen sollten jedem klar gemacht haben, dass es jetzt Zeit für einen Regierungswechsel ist. Damit Frauen für gute Arbeit endlich angemessen bezahlt werden und es nicht mehr heißt: Frauen – wie Männer, nur schlechter bezahlt.”
Umfassende Gleichstellung gelingt nur mit Rot-Grün!
Philip Grabowski